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Rückblick: das erste Treffen hat stattgefunden

Am 13. August 2026 trafen sich erstmals alle Interessierten im Hotel Allegro. Ein Abend mit viel Diskussion, kritischen Fragen und neuen Modul-Ideen.

Heute Abend war es so weit: Zum ersten Mal sassen die Menschen, die sich für einsiedeln.digital interessieren, physisch in einem Raum. Das Hotel Allegro hat uns dafür kostenlos Gastfreundschaft geboten, herzlichen Dank dafür.

Wer da war

Vertreten waren Gewerbe, Gastronomie, Hotellerie, Tourismus, Presse, Informatik, Spitex, Recht und Datenschutz, dazu persönlich interessierte Einwohnerinnen und Einwohner. Dass all diese Bereiche freiwillig an einem Abend zusammenkommen, ist genau das, worum es bei diesem Projekt geht.

Was gezeigt wurde

Vorgestellt wurde die Grundidee: Ein nicht gewinnorientierter Verein soll die Plattform einsiedeln.digital betreiben. Datenhoheit in der Schweiz und lokale Wertschöpfung sind zentrale Punkte, ebenso ein faires Preiskonzept und der Verzicht auf bindende Verträge.

Die App wurde live demonstriert, sie ist mittlerweile für iOS und Android in den Stores verfügbar. Auch das Prinzip der Module wurde erklärt: Die Plattform betreibt das Fundament, einzelne Module können vom Kernteam kommen, aber genauso von anderen erstellt und unterhalten werden. Das Potential ist gross, weil auch kurzfristige Informationen eingespiesen werden können, etwa zu einem Musikfest, oder saisonale Angebote wie Badi und Langlauf. Und nicht alle Module müssen für alle offen sein.

Die Diskussion

Der wertvollste Teil des Abends war der offene Austausch. Einige der Punkte, die zu reden gaben:

  • Sichtbarkeit bündeln: Es gibt viele tolle Angebote in Einsiedeln, aber ihre Sichtbarkeit ist verstreut. Sie zu bündeln, damit die Zielgruppe sie findet, wäre ein echter Mehrwert.
  • Niederschwelligkeit: Aus der Spitex kam der Hinweis, dass gerade ältere Menschen ein grosses Bedürfnis haben zu wissen, was es wo gibt. Module müssten darum sehr niederschwellig nutzbar sein, wenn nötig auch ganz ohne Anmeldung.
  • Zurückhaltung bei Daten ernst nehmen: Aus dem Dorfmarketing kamen Bedenken, dass viele Menschen ihren Standort nicht angeben und keine Daten in eine App füttern wollen. Das bestätigt unseren Ansatz: So viel wie möglich muss ohne Konto und ohne Standortfreigabe funktionieren.
  • Verlinken statt ersetzen: Wo es bereits gute Werkzeuge gibt, etwa bei Reservationen, soll die Plattform verlinken statt eigene Tools aufzwingen. Das deckt sich mit unserem Grundsatz: vermitteln, nicht konkurrenzieren.
  • Veranstaltungen als Kernthema: Gewünscht wurde ein gutes Veranstaltungstool, idealerweise aufbauend auf den bestehenden lokalen Kalendern statt an ihnen vorbei.
  • Start mit Sogwirkung: Welche Module bringen am Anfang am meisten? Ein konkretes Beispiel aus der Runde: Vereine organisieren Sponsorenläufe und ähnliche Anlässe über kommerzielle Tools, die happige Gebühren einbehalten. Ein faires lokales Modul dafür würde automatisch viele Nutzerinnen und Nutzer gewinnen.
  • Fokus zuerst auf Einsiedeln: In einem ersten Schritt lieber auf die Einheimischen konzentrieren, Tourismus und Tagesgäste kommen später.
  • Abgrenzungsfragen: Wo verläuft die Grenze zwischen Werbung für Privates und öffentlichem Interesse? Und wer wird in einem Verzeichnis gelistet, nur aktive Mitglieder oder alle? Diese Fragen nehmen wir mit.
  • Und die vielleicht alltagsnächste Frage des Abends: Wann kommt die Müllabfuhr wo vorbei, vor allem vor und nach Feiertagen?

Neue Modul-Ideen

Aus der Runde kamen unter anderem diese Ideen: eine lokale Jobbörse, ein Modul rund ums Biken, ein Branchenverzeichnis, eine Tauschbörse und ein Einsiedler Chatbot, gerne mit einem Einsiedler Maskottchen. Sie wandern zu den übrigen Modul-Ideen und stehen dort zur Diskussion.

Wie es weitergeht

Zum Abschluss wurden die verschiedenen Wege gezeigt, wie man dabei sein kann: als Mitgründer:in, als Betrieb aus Gastro und Gewerbe, als Entwickler:in oder einfach als Einwohner:in. Alle Möglichkeiten stehen auf der Seite Mitmachen. Wer den Abend verpasst hat und auf dem Laufenden bleiben will: eine kurze Mail an info@einsiedeln.digital genügt.

Transparenz, wie versprochen: Dieser Beitrag ist noch am Abend selbst mit KI-Unterstützung aus dem handschriftlichen Protokoll entstanden und wurde live publiziert. Inhaltlich verantwortet wie immer von Menschen aus Einsiedeln.