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Public Beta: erst der Prototyp, dann der Verein

Warum wir die geplante Reihenfolge umgedreht haben und jetzt ein Prototyp im Browser steht, lange bevor der Verein gegründet ist.

Der Plan war ein anderer. Zuerst der Verein: Statuten, Gründungsversammlung, Mitglieder. Parallel dazu Gespräche mit Gewerbe, Tourismus und Bezirk, um zu sammeln, welche Module wirklich gebraucht werden. Und erst wenn das steht, mit der technischen Umsetzung beginnen. Das war die Reihenfolge, die vernünftig schien: zuerst die Trägerschaft, dann das Produkt.

In der Praxis hat sie nicht funktioniert.

Woran es hakte

Die Akquise von Interessierten erwies sich als deutlich schwieriger als erwartet. Nicht, weil die Idee auf Ablehnung stiess, sondern weil sie schwer zu fassen war. Wir kamen mit Begriffen wie »Plattform«, »Module« und »gemeinschaftliche Trägerschaft« ins Gespräch, und für Menschen ohne technischen Hintergrund blieb das abstrakt. Was auf einer Folie einleuchtend klingt, ergibt noch kein Bild davon, was man am Ende in der Hand hält.

Das ist keine Kritik an den Gesprächspartnern, sondern an unserem Vorgehen. Wer sich für etwas engagieren oder gar Geld einsetzen soll, will sehen, worum es geht. Ein Konzeptpapier leistet das nicht.

Was wir stattdessen gemacht haben

Wir haben die Reihenfolge umgedreht und zuerst einen Prototyp gebaut. Er ist ab sofort unter einsiedeln.digital im Browser erreichbar und wird später auch als App für iOS und Android verfügbar sein. Das Ziel ist nicht ein fertiges Produkt, sondern ein Gesprächsgegenstand: etwas, das man aufrufen, antippen und beurteilen kann.

Dafür sind Demo-Module hinterlegt, die zeigen, wie einzelne Bereiche später funktionieren könnten. Damit lässt sich konkret diskutieren, statt über Abstraktionen zu reden: Das hier bringt mir etwas, das dort fehlt, und jenes würde ich anders lösen. Genau diese Rückmeldungen brauchen wir, bevor irgendetwas verbindlich beschlossen wird.

Was der Prototyp ausdrücklich nicht ist

Es handelt sich um eine Demo-, Test- und Beta-Phase, und wir meinen das wörtlich:

  • Die meisten Inhalte sind erfunden. Module, Einträge und Beispieldaten sind zu Demonstrationszwecken angelegt und teilweise KI-generiert. Sie stellen keine echten Angebote dar, und kein Betrieb, der dort auftaucht, hat sich damit zu irgendetwas verpflichtet.
  • Daten können jederzeit gelöscht werden. Es gibt keine Zusage auf Beständigkeit: Datenbanken können zurückgesetzt, Module entfernt oder komplett umgebaut werden. Wer etwas erfasst, sollte damit rechnen, dass es wieder verschwindet.
  • Funktionen sind unfertig. Es fehlen Teile, es gibt Fehler, und manches sieht noch nach Baustelle aus.

Was gleich bleibt

Am Ziel ändert der Kurswechsel nichts. Trägerin soll ein nicht-gewinnorientierter Verein mit Sitz in Einsiedeln werden, und die Grundsätze gelten unverändert: keine Umsatzprovisionen, kein Lock-in, Daten in der Schweiz. Der Prototyp ist kein Ersatz für den Verein, sondern das Mittel, um genügend Leute zu überzeugen, dass es ihn überhaupt gibt.

Schau dir die Beta an, und sag uns, was du davon hältst, gerade auch, wenn du sie für den falschen Weg hältst. Wie du uns erreichst, steht auf der Seite Mitmachen.